Hier werden Sie über Neuigkeiten, Forschungsergebnisse, Termine und Veranstaltungen aus der Arbeitsgemeinschaft Bezirksstempelaufdrucke informiert.  

Jahreshauptversammlung

Jahreshauptversammlung

Das jährliche Treffen 2022 findet vom 13.05 bis 15.05 in Halberstadt statt.
Wir tagen im „Seminarhotel Halberstadt“ die Jahreshauptversammlung beginnt am 14.05 um 10Uhr.
Themen und Ablauf werden in den Rundbriefen bekannt gegeben.

Regionaltreffen

Regionaltreffen

Neben der JHV gibt es auch noch die Regionaltreffen  „Regionaltreffen West“  im Herbst und
Regionaltreffen Ost“ im Frühjahr und im Herbst.
Die Regionaltreffen finden meistens an verschiedenen Orten statt, die in den 3 mal im Jahr erscheinenden Rundbriefen und auf dieser Seite
bekanntgegeben werden.

Messepräsenz 2022

Messepräsenz 2022

Wir sind auch in diesem Jahr wieder auf folgenden Messen mit einem Stand vertreten:

05. bis 07.Mai 2022  Internationale Briefmarkenmesse Essen

24. bis 25. Oktober 2022 Briefmarkenmesse Berlin / NUMISMATIKA
—Nicht vertreten—

27. bis 29. Oktober 2022 Internationale Briefmarkenbörse Sindelfingen
—Nicht vertreten—

Forschungsergebnise

Forschungsergebnise

Der Vorschungsbeirat berät den Vorstand in allen Fragen der Forschung und grundlegender Fragen zum Sammelgebiet Bezirksstempelaufdruckmarken.
Der Forschungsbeirat beschäftigt sich mit der Erstellung von Richtlinien für das Handbuch und die Bewertung der Sammelstücke.
Er entscheidet in Streitfällen über Aufnahme oder Streichung von Aufdrucken oder Wertstufen.
Der Forschungsbeirat unterhält den Kontakt zur Michel Redaktion und macht Vorschläge zu Katalogbewertungen.

Aktuelles aus der Arbeitsgemeinschaft:

1 RM Ziffer  36 Großbeeren
Die Wertstufe wurde in geringer Anzahl im Postamt überstempelt und ausschließlich am Paketschalter am 28. und 29. Juni 1948 verwendet. Laut Recherchen des damaligen Altprüfers W. Fläschendräger, soll seinerzeit ein Bogenteil von 25 Stück in der bekannten violetten blassen Stempelfarbe aufgewertet worden sein. Letzte Recherchen von unserem verstorbenen Prüfer Dr. Modry ergaben, dass davon noch ca. 15 Werte unserem Sammelgebiet erhalten geblieben sein sollen.                        

1 RM Ziffer  16 Hohenleuben
Die Existenz der 1 RM Ziffer mit diesem Aufdruck wurde erst in den letzten Jahren der weiteren Erforschung unseres Sammelgebietes bekannt. Mittlerweile sind davon 3 Bedarfsstücke erfasst und entsprechend attestiert. Bei einem Stück auf Paketkartenabschnitt ist der Bezirksstempelaufdruck auf der Unterlage übergehend überdruckt, wie es zeitweise am Postamt praktiziert wurde. Es liegen weitere Briefe, Briefstücke und Paketkartenabschnitte vom Postamt Hohenleuben vor, wo entgegen den Vorschriften aus dem KS-Telegramm der Hauptverwaltung, die Marken nach dem Aufkleben mit dem Bezirksstempel überdruckt wurden.   

Beide vorgestellten Ziffernwerte unseres Sammelgebietes sind damit genau so selten bzw. seltener als die berühmte „blaue Mauritius“, jedoch nicht so teuer und begehrt.

Jörg  Saizowa

Aufdruck 3 Berlin-Pankow Numerator

 Dr. Julius Böheim, Konstanz

Der Numeratorstempel von 3 Berlin-Pankow (Abb. 1) war abgenutzt oder schlecht gereinigt und lieferte meist undeutliche, schwer lesbare Aufdrucke, er wurde nur auf ganz wenigen Marken für Aufdrucke verwendet. Ungebraucht ist bisher nur eine einzige AS 12 (Abb.2 aus Sammlung Dr.Kalb) bekannt, bei dieser Marke wurde der Aufdruck 3-fach aufgesetzt, die 3 Bezirkszahlen „3“ sind  nur mit Mühe erkennbar.

Gebraucht oder auf Briefen sind bisher bekannt und werden in Abb. 3-10 gezeigt:  AS 10, 16, 20, 80, Ziffer 15, 30 sowie 1,- und 3,-. Nach ARGE-Handbuch soll auch eine 2,- existieren, eine Abbildung der 2,- liegt jedoch nicht vor. Der Aufdruck wurde meist auf senkrechten Markenstreifen mit abgedecktem Numeratorteil abgeschlagen. Bei den senkrechten Paaren der AS 16 und Z15 hat jeweils eine Marke ein nicht abgedecktes Numeratorfragment. Bei der 1,- (Abb. 9) ist rechts oben das Numeratordatum 24.6. erkennbar, was dafür spricht, dass diese Aufdrucke bereits bei der Erstauflage vom 24.6. hergestellt wurden. Nur bei der 3,- ist auch ein seitliches Aufdruckfragment von einer rechten Nachbarmarke vorhanden.

Alle bisher bekannten gebrauchten Arbeiter-Werte haben die Entwertung BERLIN-PANKOW 1 e. Dieser Entwertungsstempel wurde vorwiegend auf Paketkarten verwendet, auf Briefen kommt diese Entwertung nicht vor. Das Briefstück vom 1.7.48 mit Paar AS 10 und AS 20 (Abb. 3) aus der Sammlung Gnewuch ist meiner Einschätzung nach ein Abschnitt von einer Päckchenfrankatur. Bei der lose gestempelten AS 10 (Abb. 4) mit lesbarem Stempeldatum vom -8.7.48 ist ein Fragment des Kennbuchstaben „e“ am linken unteren Eckzahn erkennbar, auch diese Marke stammt meiner Meinung nach von einer bedarfsmäßigen Verwendung, aufgrund des kurzen Blaustiftstriches könnte sie auch von einer Postanweisung stammen. Das Paar AS 16 (Abb. 5) habe ich bereits zu Beginn meiner Sammeltätigkeit Anfang der 1980er Jahre mit einem großen Posten abgelöster Paketkarten-Kiloware bei dem Auktionshaus Ebel in Frankfurt/Main erworben. Damals wurden bei diesem Auktionshaus vorwiegend Sammlungsposten angeboten, die von offiziellen DDR-Exportfirmen zur Devisenbeschaffung eingeliefert wurden. Auf der unteren Marke von dem (getrennten) Paar der AS 16 ist der

Kennbuchstabe „e“ und der Schriftzug „PANKOW 1“ der kopfstehend angebrachten Entwertung sehr deutlich erkennbar. Die 80 Pf Marke (aus Sammlung Dr. Kalb Abb. 6) befindet sich noch original auf einem Paketkartenabschnitt.

Die 4 Wertstufen AS 10, 16, 20 und 80 von dem Berlin-Pankower Numeratoraufdruck mit steigender Aufdruckstellung sind meiner Meinung nach anzuerkennen und in die Wertetabelle des ARGE-Handbuchs aufzunehmen, denn bei diesen bedarfsmäßig verwendeten Marken können philatelistische Machenschaften ausgeschlossen werden (möglich wäre allenfalls noch eine Herstellung der Aufdrucke zum Schaden der Post).

Als Bewertung würde ich Gruppe 15 vorschlagen.

Auch die einzig bekannte ungebrauchte AS 12 dürfte wahrscheinlich einwandfrei sein.

Dass der Entwertungsstempel BERLIN-PANKOW 1 e in späterer Zeit in abweichender schwarzblauer Farbe noch auf einigen wenigen Fälschungen von Berlin 7 und Berlin 58 missbräuchlich verwendet wurde, ist hier ohne Relevanz, da die hier diskutierten 4 Wertstufen von Berlin-Pankow Numerator den Entwertungsstempel 1 e in der richtigen Stempelfarbe haben.

Die Sammlerbriefe der Z15 und 1,-  (Abb. 7 + 9 aus Sammlung Saizowa) sowie die Z30 (nur großes Briefteil bekannt Abb. 8) sind alle einwandfrei gelaufen und wahrscheinlich in Ordnung, aber es stört etwas dass alle Stücke die Adresse Hans Zechlin, Berlin Pankow aufweisen. Die fallende Aufdruckstellung der 1,- ist auch bei den 1,-Werten der Typen 48c und 48d belegt. Dagegen ist eine Z30 bei anderen Pankow-Typen nur mit steigender Aufdruckstellung bekannt, bei Abb. 8 ist die Aufdruckstellung senkrecht fallend.

Die 3,- existiert auf stark überfrankiertem R-Brief vom 10.7.48 in Mischfrankatur mit einer Z15 von Berlin 113 Type c und einem Satz Schwerdtner-Weigmann-Fälschungen von Berlin NO92 mit Adresse Fritz Skibbe, Berlin 113 (Abb. 10). Eine echte 3,- Wertstufe ist bei den anderen Pankower Aufdrucktypen  bisher nicht belegt. Außerdem hat diese 3,- einen ungewöhnlich sauberen und deutlichen Aufdruck.  Die 3,- halte ich daher für fraglich obwohl der Brief mit rückseitigem Ankunft-o gelaufen ist. Bei Ziffern- und Markwerten sind in der Regel zur Anerkennung einer Wertstufe Sammlerbriefe von 2 unabhängigen Absendern und Empfängern erforderlich. Die Ziffern- und Markwerte von Berlin-Pankow Numerator bleiben daher weiterhin ungeklärt.

Außerdem gibt es noch eine Serie mit 4 Werten 60I, 80, 1,-, 3,- (Abb. 11), die nach Kurszeit am 31.7.48 gestempelt ist. Bei der 3,- ist das Numeratordatum teilweise erkennbar und ist als 12.7. oder 17.7.interpretierbar: Die Aufdrucke wurden also höchst wahrscheinlich nachträglich hergestellt! Das Numeratordatum der echten Aufdrucke wäre der 24.6. gewesen, wie man beim Vergleich mit der 1,- auf Brief feststellen kann. Außerdem ist die 60I Wertstufe bei Pankow nicht belegt. 60I und 80 haben hier eine fallende Aufdruckstellung, die bei echten AS-Werten aller Aufdrucktypen von Pankow nur sehr selten vorkommt.

Herrn Gnewuch, Dr. Kalb und Saizowa danke ich für die zur Verfügung gestellten Abbildungen.

 

Abb. 1

Abb. 2

 

Abb. 3

 

Abb. 4

 

Abb. 5

Abb. 6

Abb. 7

Abb. 8

Abb. 11

Abb. 9

Abb. 10

 

 

Aufdrucke mit Westberliner Bezirkshandstempeln

 Dr. Julius Böheim, Konstanz

Von der sowjetischen Militärverwaltung war geplant, bei der Währungsreform am 24.6.1948 die neue DM Ost im ganzen Gebiet von Groß-Berlin als alleiniges Zahlungsmittel einzuführen. Die drei westlichen Besatzungsmächte erklärten jedoch, dass alle einseitigen Befehle der sowjetischen Militärverwaltung auf dem Gebiet der amerikanischen, britischen und französischen Sektoren von Berlin „null und nichtig“ sind. Damit war auch das KS-Telegramm Nr. 6 vom 23.6.48, welches die Herstellung der Bezirkshandstempelaufdruckmarken anordnete, in Westberlin nicht auszuführen. Aufdruckmarken mit Westberliner Bezirkshandstempeln sollte es daher eigentlich nicht geben.

Die Währungsreform begann in Westberlin erst am 25.6.48 mit der Ausgabe neuer eigener Geldscheine, es waren Banknoten der Westzonen, die mit einem zusätzlichen Stempel „B“ gekennzeichnet waren. An den Postschaltern wurden zunächst nur 8 Wertstufen mit dem Posthorn-Band- oder Netzaufdruck der Westzonen ausgegeben, die zuvor aus Braunschweig eingeflogen worden waren. Sendungen mit diesen Marken von Westberlin nach Ostberlin oder in die SBZ wurden als „unzulässig“ markiert und an den Absender zurückgeschickt, der Postkrieg begann.

Die einzig echten Aufdruckmarken mit Westberliner Bezirkshandstempel sind die Aufdrucke der Postellen Glienicke Ost und West. Diese Aufdrucke verdanken ihre Existenz einer geografischen Kuriosität. Diese Poststellen lagen außerhalb der Stadtgrenzen im Bezirk 36 und damit im Machtbereich der sowjetischen Militärverwaltung, daher konnten diese beiden Poststellen eigene Aufdrucke herstellen obwohl sie vom Westberliner Postamt Hermsdorf verwaltet wurden und daher die Bezirksnummer 3 und den Zusatz Berlin-Hermsdorf 1 im Stempel führten. Eine ausführliche Diskussion über die Poststellen Glienicke ist auch in ARGE-Rundbrief Nr. 140 zu finden. Zusätzlich zu den in Rundbrief Nr. 140 gezeigten Belegen sind inzwischen mindestens 3 weitere einwandfreie Bedarfsbriefe verschiedener Absender mit dem Aufdruck Glienicke Ost gefunden worden, die die einwandfreie Ausgabe dieser Aufdruckmarken bestätigen.

Abb. 1: Abschnitt eines Bedarfsbriefes in die SBZ, erste Aufgabe am 29.6.48 in Berlin-Hermsdorf frankiert mit 24 Pf Posthorn-Band-Aufdruck. Der Brief ging mit Stempeln „unzulässig zurück“ an den Absender zurück. Die Marke und die Stempel wurden mit Blaustift durchgestrichen und der Brief am 2.7.48 mit 3-er Streifen 8 Pf mit Aufdruck Berlin-Glienicke Ost nochmals aufgegeben.

Außer den Aufdrucken von Glienicke Ost und West gibt es jedoch noch eine Vielzahl von Aufdruckmarken mit Westberliner Bezirkshandstempeln, die bisher nirgendwo katalogisiert sind. Bei einer Prüfung werden diese Marken entweder als Fälschungen zum Schaden der Sammler oder in seltenen Fällen auch als Fälschungen zum Schaden der Post eingeordnet.

Wie in allen größeren Orten der SBZ wurden auch in Westberlin Bezirkshandstempelaufdrucke massenweise gefälscht, teils schon während der Kurszeit der Marken, teils auch in späterer Zeit, da die Stempelgeräte noch jahrelang bei den Postschaltern vorhanden waren. Mit Westberliner Stempelgeräten konnten durch teilweise Abdeckung der Postamtsziffern Ostberliner Handstempelmarken imitiert werden. Gefällige Postbeamte, die solche Aufdrucke gegen Trinkgeld oder „sonstige Bezahlungen“ herstellten, gab es auch in Westberlin. Leider gibt es von den Westberliner Bezirkshandstempeln keine Archivabschläge, sodass eine Zuordnung dieser meist nur teilabgedeckt vorkommenden Abschläge zu bestimmten Postämtern eine schwierige Puzzlearbeit ist. Vielfach sind diese Aufdrucke mit einem Entwertungsstempel des gleichen Postamtes gestempelt, daher können manche Zuordnungen anhand vorkommender Entwertungen vermutet werden. Aufdrucke mit vollständigen Postamtsziffern findet man nur selten, in diesen Fällen ist die Zuordnung eindeutig.

Bereits während der Kurszeit hergestellte Westberliner Bezirkshandstempel-marken konnten auch zur Frankatur zum Schaden der Post verwendet werden, da kein Postbeamter die Echtheit der Aufdrucke überprüfen konnte. In großen Mengen hergestellt hat der Briefmarkenhändler Wrona unter Mitwirkung von gefälligen Postbeamten echt gelaufene Briefe mit Aufdrucken Berlin 30, diese Briefe sollten daher nicht überbewertet werden und eher als Fälschungen zum Schaden der Sammler bezeichnet werden. Alle anderen zum Schaden der Post verwendeten Westberliner Aufdruckmarken sind sehr dagegen sehr selten und meiner Meinung nach hochwertig. Besonders hochwertig sind meiner Meinung Bedarfsbriefe von Westberlin nach Ostberlin oder in die SBZ, bei denen die Westberliner Bezirkshandstempelmarken anstelle von Posthornaufdruckmarken zur Umgehung des Postkrieges verwendet wurden.

Nachfolgend eine Übersicht über die vorkommenden Aufdrucke. Einige weitere nur in Einzelstücken vorliegende Aufdrucke, die zu keinem Amt zugeordnet werden konnten, wurden weggelassen. Dies ist eine Erstbearbeitung, die sicher noch nicht vollständig ist, Nachmeldungen sind daher willkommen. Eine ergänzte Aufstellung sollte dann in das ARGE-Handbuch Bezirk 3 aufgenommen werden, da in keinem der bisherigen Handbücher eine Katalogisierung der Westberliner Aufdruckfälschungen vorhanden ist.

Aufdruck Berlin 15 ?

blauschwarzer Aufdruck auf Ziffern und Markwerten zumeist auf bereits früher gebrauchten Marken. Es kommen auch Marken mit Entwertung BERLIN W 15 p (K-St.) vor, daher wird ein Ursprung beim Postamt Berlin W15 vermutet.

Aufdruck Berlin 20 (2 Typen)

Die erste Type (weite Schrift, Bruchstellen oben am „e“) ist häufig auf AS, Ziffern, Markwerten, Stephan ** und mit rückdatierter Entwertung BERLIN N 20 b (ZK-St.), die zweite Type mit enger Schrift ist selten auf einzelnen AS und Ziffernwerten **.

Bedarfs-R-Brief mit zum Schaden der Post verwendeten Aufdruck Berlin 20 (1.Type). Das in der Osloer Stroße gelegene Postamt Berlin N 20 konnte der Absender aus der Fehmarnerstraße auf seinem Weg zur S-Bahn Station Bornholmer Straße besuchen. Von dort konnte er direkt zur damaligen Endstation der S-Bahn-Linie nach Velten fahren. Er hat also die 84 Pf Marke vom Postamt 20 nach Velten mitgenommen und den Brief dort aufgegeben. Der Brief ist meiner Meinung nach zeitgerecht in die Poststelle II Schmargendorf über Angermünde gelaufen, rückseitig mit russischem Zensurstempel. Briefe, die in eine Postelle II gelaufen sind haben meist keine Ankunftstempel. Neben der Marke befindet sich die Signatur PFä Busse BPP.

Aufdruck Berlin 21

Der Aufdruck ist selten. In meiner Sammlung befinden sich 5 verschiedene Wertstufen der AS alle ideal zentrisch gestempelt mit der sonst echten Entwertung (1) BERLIN NW 21 d 26.6.48.-17 (ZK-St.) offensichtlich für einen Sammler hergestellt und alle rückseitig von Herrn Fläschendräger irrtümlich echt signiert.

Aufdruck Berlin 30

Für den Briefmarkenhändler Wrona wurden im PA Berlin W 30 massenweise Aufdrucke hergestellt auf AS, Ziffern, Markwerten, Stephan, HM, LM. Die Postamtsziffer wurde in der Regel abgedeckt, nur bei der abgebildeten 6 Pf Marke ist die vollständige Postamtsziffer vorhanden. Von 2.7.48 bis 7.7.48 hat Wrona mit diesen Marken in großen Mengen echt gelaufene Briefe hergestellt, Aufgabe zumeist in Berlin W 30, seltener in Borkheide. Die Briefe haben echte Ankunftstempel u.a. von Berlin 30, Berlin-Charlottenburg 9, Borkheide, Bremen, Bad Sulza, Zeulenroda.

Aufdruck Berlin 35 (2 Typen)

Beide Aufdrucktypen sind selten und nur auf wenigen gebrauchten Marken der AS vorhanden, die möglicherweise beim Postamt W35 zum Schaden der Post verwendet wurden.

Aufdruck Berlin 36 (2 Typen)

Die kleinere Type gibt es auf einzelnen Werten AS und Ziffern. Die größere Type ist nur auf Stephan und HM bekannt mit Entwertung BERLIN SO 36 n (K-St.).

Aufdruck Berlin 59 (2 Typen)

Beide Typen gibt es ** auf AS, Ziffern, Markwerten, HM, die zweite Type auch auf LM.

Aufdruck Berlin 61 ?

Der Aufdruck dessen Postamtsziffern stets abgedeckt sind, ähnelt der Type 17c von Berlin 66, die Aufdrucklänge ist jedoch kürzer. Der Aufdruck existiert zumeist ** auf AS. Aufgrund des abgebildeten Bedarfsbeleges mit Entwertung BERLIN SW61 g -8.7.48 9-10 (K-St.) wird vermutet, dass der Aufdruck vom Postamt SW61 stammen könnte. Der Absender aus der Mittenwalder Straße wohnte in der Nähe des Postamtes SW61 (Tempelhofer Ufer 1). Die linke Marke trägt den zum Schaden der Post verwendeten Aufdruck, die rechte Marke hat einen echten Aufdruck Berlin 7 Type 4f. Die Mischfrankatur von Aufdrucken aus Ost- und Westberlin auf einem in die SBZ gelaufenen Brief ist ein sehr seltenes Stück.

Aufdruck Berlin 65

Der Aufdruck existiert auf AS und Ziffernwerten ** und mit o BERLIN N65 ka -8.7.48. Da diese Entwertung vorwiegend auf Fälschungen bekannt ist, dürften alle Werte Fälschungen zum Schaden der Sammler sein.

Aufdruck Berlin 87 (2 Typen)

Bei der ersten Type hat „Berlin“ engere Schrift, diese Type existiert ** auf Markwerten und Stephan. Bei der zweiten Type hat „Berlin“ weitere Schrift, diese Type existiert ** auf einzelnen Ziffernwerten.

Aufdruck Berlin-Buckow West a

Dieser Aufdruck existiert auf AS mit 17-Werte Satzbriefen ohne Adresse aber mit falschen Ankunftstempeln von Berlin-Britz. 1 a.

Aufdruck Berlin-Dahlem

Die Zeichnung einer Aufdruckfälschung Berlin-D ist im ARGE-Archiv vorhanden, es ist aber derzeit keine Abbildung einer Aufdruckmarke vorhanden.


Aufdruck Berlin-Lichterfelde

Der Aufdruck existiert auf AS, Ziffern, Markwerten und Stephan **.

Aufdruck Berlin-Neukölln (2 Typen)

Die erste Type mit größerer Schrift gibt es auf AS und Ziffern ** und mit falschem o BERLIN-NEUKÖLLN 1 b. Die zweite Type gibt es auf AS ** und mit vermutlich rückdatiertem o BERLIN NO 18 m 28.6.48.-18

Aufdruck Berlin-Zehlendorf

Der schwarzviolette Aufdruck ist selten und liegt bisher nur auf 1 Marke vor.

Die „Alwin Schröder“-Fälschung

Der abgebildete Aufdruck mit abgedeckter Postamtsziffer wurde auf Alwin Schröder-Karten verwendet. Welches Postamt abgedeckt wurde ist nicht bekannt, aber es dürfte auch ein Westberliner Postamt gewesen sein. Die Ganzsache wurde von Herrn Fläschendräger irrtümlich echt signiert, Herr Ballschmidt hat sein „Überdruckfälschung Ball“ dazugestempelt.

 

 

 

 

 

 

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